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GUESTBOOK
  Prindi

Heiki Vilep
 
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Beruf: (frei)beruflicher (Kinder)schriftsteller
Geboren: 27.03.1960 in Tartu
Ausbildung: Tartuer X Mittelschule, EPA - Estnische Hochschule für Landwirtschaft (Elektrotechnik), TRÜ Universität Tartu (Mathematik), TPedI Pädagogische Universität Tallinn (Mathematik)
Berufserfahrung: Archivar, Pädagoge, Ingenieur im Bereich von Messgeräten, Instrumentalist, Firmenchef

Familienstand: verheiratet
  
Kinder:
Tochter Kertu –geb. 1980
Sohn Mihkel - geb. 1988
Stiefsohn Ats geb.1992
Tochter Elise – geb. 2000
Tochter Madli – geb. 2003
Sohn Villiam - geb. 2008

Mitgliedschaften: Estnischer Schriftstellerverband, Estnische Literaturgesellschaft, Verband Estnischer Autoren, Gemeinschaft der Estnischen Darsteller, Verband der Estnischen Eltern, Verein der Tartuer Instrumentalisten.

Hobbys: WebDesign und -programmieren, Musik

Warum ich vorwiegend für Kinder schreibe?

Ich erhalte ein ehrliches Feedback und ernte pure Freude. Man muss die komplizierten Dinge einfacher darstellen - alles wird somit einfacher und verständlicher und man kann viel Neues dabei entdecken. Schreiben für Kinder ist sehr lehrreich und hilft beim Verstehen vieler Dinge. Immer wieder bin ich verwundert, wie leicht man mit einem einzigen Gedicht Probleme lösen kann.
Natürlich auch wegen der ungeteilten Aufmerksamkeit und diesem dankbaren Blick eines Kindes, welches nach dem Vorlesen einer Kindergeschichte oder eines Gedichtes zu dir kommt, dich am Ärmel zieht, dich mit großen Augen ansieht und dir ein wortloses Lächeln schenkt. Erwachsene machen so etwas nicht. All dies zusammen stellt für mich einen großen Reichtum dar. Ach ja, und noch etwas: schreiben für Kinder verführt nicht zum Lügen oder Verschweigen. Ihre Welt ist hell, sauber und direkt. Beim Schreiben eines Romanes wird viel aus dem realen Leben verwendet. Stimmen die Fakten nicht, so werden sie beschönigt oder übertrieben dargestellt - Kinder brauchen das nicht, ihre Welt ist ohnehin sehr fantasienreich und direkt.
 
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Gespenster von der Schranktür

Jan war ein lachlässiger Kerl. Seine Sachen bewahrte er gar nicht gut auf.
Klötze und Autos lagen auf dem Boden herum, der Teddy hing am Band an der Türklinke
und die Ecken der Bilderbücher hatten sich gerollt.
Die Mutter mahnte Jan die ganze Zeit: “Wie kannst du denn so nachlässig sein! Gute Kinder sammeln immer ihre Sachen nach dem Spielen auf. Manchmal versuchte Jan ein gutes Kind zu sein und die Sachen aufzuräumen, aber schon am nächsten Tag vergaβ er wieder alles durcheinander liegen.
An einem Abend, wenn Jan schon im Bett war, schaute er sich die Muster der Kleider-schranktür an und begann sich allerlei Sachen vorzustellen. Es schien ihm, daβ ein langer kurviger Streifen ein Fluβ war und die dunklen Flecken daneben Büsche darstellten. Wenn er noch einige Zeit guckte, stellte er sich ferne irgendwelche geahnte Berge und irgendwelche eigenartige Stadt in der Weite vor. Eigentlich war es einer Stadt ähnlich, die aus Höhlen bestand.
Jan guckte und guckte und zuletzt geschah etwas ganz eigenartiges. Es war als ob in einer der Höhlen jemand sich bewegt hätte. Jan spannte seine Augen auf und wirklich- auch in den anderen Höhlen bewegten sich lange Schatten. Jan bekam Angst und zog sich die Decke über den Kopf. Wenn er wieder unter der Decke war und herauslugte, war in den Höhlen Stille. Jan schaute und schaute und plötzlich entstanden in den Höhlen wieder lange, sich bewegende Schatten. Die Schatten waren groβen Schreckgespenstern ähnlich. Sie stieβen ständig miteinander zusammen, wobei sie hin und her herumzappelten.
Zuletzt schien es Jan, als ob die Schreckgespenster auf ihn zugesteuert hätten. Sie wuchsen und wuchsen und Jan mit seinem Bett zog weiter zurück. Das Zimmer dehnte sich so weit aus,daβ es sehr-sehr groβ aussah. So groβ, daβ das Fenster, wodurch die Straβenlaterne hereinschien sich zu einem kleinen Tupfen in der Ferne verkleinerte.
Mit dem Zimmer zusammen wuchs auch Jans Angst. Das Bett, worin er lag, veränderte sich zu einem Wagen und das Schaukelpferd, das früher in der Ecke des Zimmers auf einer Seite gelegen hatte, war jetzt angespannt und schien so groβ wie ein echtes Pferd
zu sein.
Gespenster von der Schranktür waren schon so groβ geworden, daβ sie nicht mehr auf die Tür hereinpaβten und begannen herabzuklettern. Sie strampelten mit ihren häβlichen Hufen und schwenkten ihre langen Hände, die nur 3 Finger hatten, in Richtung Jan.
“Hü!” rief Jan seinem Schaukelpferd zu und der begann in vollem Galopp zu laufen. In der ferne, am Horizont, sollte die gegenüberstehende Wand sein und in diese Richtung begann die Fahrt.
“Was werde ich bloβ tun?” dachte Jan.In der Ferne war das schauderhafte Hufgetrappel der Gespenster zu hören und nach ihnen kam aufgedrehte Staubwolke.
Eins von den Gespenstern spritzte aus Nasenröhren Feuer heraus und brüllte mit einer schrecklichen Stimme.
“Ich brauche Hilfe!” dachte Jan.
“Wo sind denn meine Panzer und Bleisoldaten? Wo sind meine Klötze, um eine Burg zu bauen?” Das Schaukelpferd war beinahe dabei, die Tür, die in den Korridor führte, zu erreichen . Die Tür war so groβ und hoch, daβ Jan seinen Kopf über den Nacken ziehen muβte,um das Ende zu sehen können. Da oben hing am band Jans Teddy. Teddy war ebenso gröβer gewachsen und schien jetzt mehrmals gröβer als Jan zu sein.
“Brrr!” machte Jan und das Schaukelpferd hielt an. “Wir müssen den Teddy herunterhelfen. Er würde uns vor den Gespenstern schützen!”
“Er ist so hoch oben!” rief das Schaukelpferd.” Wir brauchen eine Leiter”.
“Wir haben keine Zeit!”dachte Jan und schaute in Richtung Gespenster. Die aber
näherten und näherten sich zusammen mit der aufgedrehten Staubwolke.
“Suchen wir die Soldaten aus!” rief Jan dem Pferd und ihre Fahrt ging die Wand
entlang weiter. Nach einigen Minuten Weiterrasens merkten sie einen Bleisoldaten,
der Rücken an die Wand gelehnt da saβ und ruhig Pfeife paffte.
“Wir sind bald in Not!” schrie Jan schon von weitem. “Groβe Gespenster! Viele Gespenster!” Der alte Bleisoldat stand auf und guckte in die Ferne.
Da wurde schon genau die Staubwolke, die die Gespenster aufdrehten, sichtbar.
“Wo sind die übrigen Soldaten?” fragte Jan. “Wo hast du sie liegen lassen?” fragte der Bleisoldat zurück. Jetzt war Jan auf sich selbst sehr böse.
“Sessel!” fiel ihm ein. Zuletzt habe ich sie unter den Sessel geschoben, damit Mutter sie nicht sehen würde und ich nicht aufräumen müβte.
Bleisoldat sprang auf den Wagen und sie steuerten in Galopp auf den Sessel zu, der wie ein Berg aussah. Als sie an Ort und Stelle waren, sahen sie zwanzig Soldaten, die sorgenlos auf dem Boden pennten. Mancher schnarchte sogar so laut, daβ das Fell des Teppichs sich bewegte.
“Not!” schrie Jan. “Groβe Not!”
Ein Offizier richtete sich auf und sah Jan schlaftrunkend an.
“Du selbst hast uns hier unter dem Sessel liegen lassen!”
“Verzeihung!” brummelte Jan und seine Wangen verröteten sich.
“Aufwachen!” schrie Offizier und die Soldaten sprangen hintereinander auf. Danach kommandierte der Offizier: “Ausrichten! Wachen!” Jan stand auf und erklärte den Kriegern: “Die Gespenster von der Schranktür kamen aus ihren Höhlen heraus und möchten jetzt unser Zimmer erobern. Wir müssen sie zurückschlagen!” Die Soldaten schauten auf die in der Ferne zunehmende Staubwolke und der älteste von ihnen ergriff das Wort:
“Hier benötigen wir Hilfe des Teddy , Panzer und eine Burg”.
“Teddy hängt an der Türklinke….” schlug Jan seine Augen nieder. So übernahm
Offizier das Leiten auf sich. “Schaukelpferd und Bleisoldat Nummer 4! Ihr werdet die Gespenster von der Korridortür weglocken. Wir hier werden uns mit dem Feuerwehrauto in Verbindung setzen und den Teddy von der Klinke befreien und herunterkriegen.”
Schaukelpferd und Bleisoldat Nummer 4 nahmen den Kurs auf Gespenster, um die in falsche Richtung zu locken. Die Gespenster bieβen an und rannten in vollem Galopp dem Schaukelpferd und dem Soldaten nach. “Bleisoldaten Nummer 1,2,3 und 5,6,7! Ihr nehmt den Kipplaster, der am Tichbein steht und werdet so viele Klötze wie möglich aussuchen. Dann werdet ihr die Klötze hierherfahren und wir werden für uns eine Burg bauen. Ist alles klar?”
Die Soldaten hoben die Hand an die Mütze (salutierten?) und sagten wie aus einem Munde: “Jawohl!” Und rannten los zum Schreibtisch. Die übrigen Bleisoldaten hatten andere Aufgaben: das Feuerwehrauto auszusuchen, drei Panzer und sieben Panzerwagen, die unter dem Sofa waren, auszuholen
Als erste kamen Soldaten mit dem Kipplaster zum Sessel zurück. Sie brachten eine Kiste voller Klötze mit und begannen gleich eine Burg zu bauen. Jan half ihnen dabei strebsam.
Bald ertönte von der anderen Seite das Gepolter und da fuhr das rote Feuerwehrauto heran.
“So, wir helfen den Teddy von der Klinke herab!” rief Jan und sprang schwungvoll auf das Trittbrett des Wagens. Nachdem sie mit voller Geschwindigkeit bis zur Tür zum korridor gefahren hatten, rollten sie schnell die Leiter nach oben . Der Teddy konnte seinen Fuβ auf die obere Sprodde stützen und das Band ausschnüren.
Mit einem groβen dumpfen Knall sprang er auf den Teppich und schaute Jan von oben bis unten an.
“Las das sein!”legte er seine schwere Pfote auf den Schulter des Jungen und fügte zu:”Jetzt haben wir keine Zeit zu erklären, wie schlimm es ist, am Band an der Klinke zu hängen. Jetzt ist unsere Aufgabe die Schranktürgespenster zurück in die Höhlen zu treiben.”
Bald kamen, begleitet vom lauten Dröhnen, auch die Kriegsmaschinen- viel Panzer und sieben Panzerwagen. Sie traten vor der vor kurzem gebauten Burg in die Reihen an. Und blieben den Feind warten.
Bleisoldat Nummer 4 machte schon mehrmals seine Kreise in der anderen Hälfte des Zimmers und Gespenster waren stinkwütend, da sie mit dem Schaukelpferd den Schritt nicht halten konnten. Sie pusteten laut und brüllten vor Ärger. Plötzlich blieb das gröβte Gespenst stehen und sagte mit einer knatternden Stimme, wobei es seine groβen roten Augen verdrehte: “Ich denke, sie versuchen uns an der Nase herumzuführen. Wir haben schon mehrmals am Spiegelschrank vorbeigerast. Sie können selbst an der anderen Seite des Zimmers sein. Werden wir in dieser Richtung gehen!”
Die Gespenster brummten unheilverkündend und steuerten auf die gegenüberstehende Hälfte des Zimmers zu.

“Sie kommen!” keuchte der Bleisoldat Nummer 4, als er zu anderen kam. “Sie haben verstanden, da wir sie über den Tisch ziehen möchten”.
”Macht nichts”, sagte Jan. “Wir haben alle Vorbereitungen getroffen – aus den Klötzen haben wir eine Burg gebaut, den Teddy haben wir mit Hilfe des Feuerwehrauto von der Linke gerettet und Kriegsmaschinen haben wir auch angeliefert. Wir haben keine Angst vor Gespenstern , wenn wir alle zusammen sind”.
Schon näherte sich die Staubwolke und das allergröte Schreckgespenst galoppierte an der Spitze her. Wieder spritzte es aus dem Mund Feuer heraus und wieder brüllte es mit einer unheimlichen Stimme.
“Seid bereit!”schrie der Offizier und die Bleisoldaten legten das Gewehr an.
Die Kriegsmaschinen lieen Motoren an und der Teddy stand , Hände in die Hüften gelegt, neben der Burg. Als die Gespenster der Burg genügend nahe ankamen, kommandierte der Offizier:
“Feuer!”. Es klang eine mächtige Salve und die Gespenster wurden durch und durch unter einer mächtigen Rauchwolke verschüttet. Zum Vorschein kam kaum die Hälfte von den Gespenstern. Die übrigen lagen verwundet auf dem Boden.
Jetzt trat Teddy in seiner ganzen Grõβe hervor und schritt entschlossen dem Haupt der Gespenster entgegen. Die Soldaten liefen ihm nach. Bald standen zwei feindliche Seiten zornig starrend einander gegenüber. “Geht zurück dorthin, wo ihr herausgekommen seid!” sagte Teddy mit böser Stimme. “Wir sind in der Mehrzahl und wir werden sowieso euch überwinden!”
Der Gespensthäuptling brüllte wieder wütend und verdrehte seine Augen. “Jeden Tag liegt ihr lässig im Zimmer herum, wie seid ihr alle jetzt zusammen?” fragte er mit einem spöttischen Ton und schaute sich die korrekt angereihten Soldaten, die schön gemauerte
Burg und drohende Panzerrohre an.
“Jan hat uns eingesammelt” sagte der Teddy und trat einen bedrohenden Schritt hervor.
Der Gespensthäuptling weichte vor ihm zurück und bald stürtzten die übrigen Gespenster in Richtung Schrank davon. Ihr schauerlicher Häuptling trödelte widerwillig den anderen auf den fersen und bald waren sie aus den Augen verloren. Die Soldaten, Jan, der Teddy und sogar das Schaukelpferd erhoben ein Siegesgeschrei und trampelten im Kreise. Als sie müde wurden, sagte Jan:
“So. Jetzt gehen wir alle zusammen nach Hause – in unsere Spielzeugkiste. Es ist Zeit uns auszuruhen. Einverstanden?” “Ja”, riefen alle durcheinander und Jan kletterte in den Wagen hinter dem Pferd herein, was ja eigentlich sein Bett war.
An der Spielzeugkiste winkte Jan allen und wünschte eine gute Nacht. Teddy legte das letzte Mal seine Pfote auf Jans Schulter und sagte: “Gute Nacht, Jan. Du bist brav
gewesen!”
Wenn alle schon abgeganen waren, legte sich Jan in den Wagen hin und es verwandelte sich wieder in ein Bett. Das Zimmer um ihn herum zog sich langsam zusammen und das Schaukelpferd stand treu an seinem Fuβende ohne kaum ein Wort zu sagen. Jan sah sich die Schranktür an und konnte in den Höhlen keine Bewegung wahrnehmen. Bald versank er in einen tiefen Schlaf. Und die letzte Sachen, woran er sich noch erinnern konnte, waren der Regenschauer hinter dem Fenster und ein regenbogenfarbiger Ring um der Glühbirne der Straβenlaterne.
Am nächsten Tag, als sie mit der ganzen Familie bei Tisch saβen und aβen, sagte Mutter
mit schlauer Miene zu Vater: “Interessant, als ich am Morgen Jans Zimmer betrat, bin ich auf kein Zpielzeug getreten. Wer hat doch die Sachen so nett eingesammelt?” Jan stocherte in seinem Rührei herum und konnte kein Wort dazu sagen. Sowieso hätte ihm niemand geglaubt. Aber seit dieser Zeit sin Jans Spielzeug nach dem Spielen immer schön versammelt.

PROSPEKT DER SCHRECKGESPENSTER

Häuptling der Schranktürgespenster - Schrankscheuche

Im Volksmunde auch als Beobachter genannt. Sonst ein gutmütiges und ordnungsliebendes Gespenst. Zeigt sich nur dann, wenn das Durcheinander im Zimmer des Kindes zu gro wird. Dann kommt er aus der Schranktür heraus und beginnt die Sachen nach seinem Belieben abzustellen. Dann ist keine Sache auf seiner Stelle und es ist kaum möglich nachher manche Sachen zu finden..Schrankscheuche hat viele Augen- für jede Sache, die nachlässig da liegt, gibt es ein Auge

Staubmacher

Mit groem Geweih und einem Bart, der sich bis zum Boden ausdehnt. Wenn Staubschicht im Zimmer genügend gewachsen ist, kommt er von der Tür herab und treibt es mit seinem Bart auseinander. Besonders gefallen ihm die Stellen unter dem Bett und Schrank. Man hat den Staubmacher auch auf dem Bildschirm gesehen. In der Regel ist er so gro wie eine Fliege und bewegt sich schnell wobei er Zickzacke macht.
Je gröer die Staubschicht ist, desto gröer wächst der Staubmacher. Nach einem Gerücht hat man in einem verlassenen alten Haus einen menschengroen Staubmacher gesehen.

Müllgespenst

Dieses Gespenst beobachtet das Dasein und Schicksal verbotener oder zufällig in die Hände des Kindes geratener fremder Sachen. Die verbotenen Sachen findet man am meisten auf dem Arbeitstisch und aus den Schubladen des Vaters, in der Küche und aus der Handtasche der Mutter. Ebenso auf dem Spiegelschrank und manchmal aus dem Kleiderschrank ist etwas zu finden. Falls diese Sachen durch irgendeinen Zufall zu den Spielzeugen des Kindes geraten, kommt Müllgespenst und flüstert der Mutter-dem Vater leise ins Ohr, da sich solche Sachen im Zimmer des Kindes befinden. Manchmal ist man dadurch in Streit geraten. Es ist herausgekommen, da es Kinder gibt, die sogar die Rute zu spüren bekommen haben.

Slippergepenst

Es sieht aus wie ein nagemachter und dann zerknatschter Basketballschuh. Er mag nachlässig in die Ecke geworfenes, unter das Bett oder in die Mitte des Zimmers geratenes Schuhwerk. Seine Lieblingstätigkeit ist das Klauen der Schnürsenkel und das Verbinden derjenigen im Doppelknoten.
Nach unkontrollierten Angaben habe er in einer Familie 20 Paar Schuwerk verknüpft und sie dann an die Deckenlampe aufgehängt.

Einmischer

Seine Aufgabe ist das Einmischen, das Antreiben und aus dem Durcheinander noch ein gröβeres Tohuwabohu zu machen und. Sehr gerne wälzt er sich in den nicht aufgemachten Betten herum, wobei er den Laken und die Decke auf den Boden wirft und wobei er die Federn aus dem Kissen herauszieht. Wenn das Zimmer gemütlich durcheinander ist und die anderen Schreckgespenster der Schranktür sich mit ihren alltäglichen Sachen beschäftigen, trampelt der Einmischer im Zimmer herum und treibt die anderen Schreckgespenter an. Manchmal hält er langwierige aufhetzende Reden darüber, wie man die Sachen noch mehr durcheinander bringen kann. Wenn er nichts zu sagen hat, dann knufft er die anderen mit den Dornen, die aus seinem Kopf herausragen.

Ein ganz sinnloser Sack

So nennen ihn sogar die anderen Schrekgespenster der Tür.
Ein ganz sinnloser Sack bekam seinen Namen davon, daβ niemand ihn brauchte. Und niemand braucht ihn bis jetzt.
Er ist voll alter sinnloser Lumpen und ständig wird er abgestoβen. Seine Haupt-tätigkeiten sind das Schrecken und Spuken und manchmal wird er auf dem Schrank, in der Vorratskammer, in der der Keller oder auf dem Dachboden moderig. Irgendwann, wenn man ihn noch benötigte, wurde er sogar geflickt. Darüber spricht der ganz sinnlose Sack immer mit Stolz und lange.

Zum Schluβ

Nach den Gerüchten haben die Schreckgespenster der Schranktür ihre eigene
Firma gegründet und die als Ge-Kommando (oder Schreck- oder Tür-Kommando) genannt.

Translated by Riina Maajärv